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MD.TIRE COLOGNE – Tire Fleet Lounge: Rollwiderstand vs. Laufleistung

Die Lebensdauer eines Reifens wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Die Hersteller versuchen ihre Produkte so gut es geht zu optimieren, allerdings wird es immer ein Kompromiss zwischen unterschiedlichen Faktoren bleiben. Holger Kirmse, Produkttechnik Nutzfahrzeugreifen bei Michelin, erklärt in seinem Vortrag in der Tire Fleet Lounge, worauf es beim Reifen ankommt.

Reifenverschleiß

Auf die Langlebigkeit der Reifen wirken unterschiedliche Faktoren ein. Bei den äußeren Einflüssen handelt es sich um Dinge wie das Fahrzeug selbst: Wie lang ist es? Gibt es eine Vor- oder Nachlaufachse? Mit welchem Drehmoment fährt das Fahrzeug? Viele Details am Fahrzeug beeinflussen den Verschleiß. Ein weiterer „Gegner“ der Reifen ist der Straßenbelag, immerhin soll dieser den Reifen möglichst viel Grip geben, dies sorgt allerdings auch für erhöhten Abrieb. Generell spielt das Umfeld eine wichtige Rolle: Außentemperatur, Nässe, verschmutzte Fahrbahnen, Langstrecken etc. Selbst der Einsatz beeinflusst die Langlebigkeit von Reifen: Wie ist die Lastverteilung? Mit welcher Geschwindigkeit ist das Fahrzeug unterwegs? Und natürlich kommt auch der Fahrstil zum Tragen.

Anpassung an unterschiedliche Einsatzarten

Bei der Konzeption des Reifens werden über 30 Kriterien berücksichtigt, die zueinander in Wechselwirkung stehen. Ziel bei der Entwicklung ist es, die Eigenschaften optimal an die Einsatzbedingungen anzupassen. Im Nutzfahrzeugbereich werden zusätzlich Reifen angeboten, die für die unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Achspositionen optimiert sind.

Technische Innovationen

Auch heute noch versucht man Reifen immer weiter zu verbessern. Eine neue Profilgestaltung mit dreidimensionalen Lamellen soll die Eigenbewegung im Profil durch gegenseitiges Abstützen reduzieren. Zudem werden Traktionskanten generiert, um die Haftung zu erhöhen. Tendenziell verschwinden auch im Nutzfahrzeugbereich grobstollige Reifen, stattdessen setzen die Hersteller vermehrt auf Lamellen.

Moderne Gummimischungen bestehen aus feineren Bestandteilen und sind daher homogener als früher. Beispielsweise wird der Ruß als sogenanntes Carbion in flüssiger Form dem Kautschuk beigemischt. Diese Veränderung erhöht die Laufleistung und senkt den Rollwiderstand.

Auch im Karkassaufbau gibt es Fortschritte. Michelin nutzt ein endlos aufgewickeltes Stahlseil im Gürtel des Reifens, um die Lauffläche signifikant zu stabilisieren. So werden die Druckverhältnisse in der Aufstandsfläche optimiert. Dieser Aufbau macht den Reifen widerstandsfähiger gegen Verletzungen im Laufflächenbereich.

Mehr aus der Tire Fleet Lounge gibt es hier:

Die optimale Fuhrpark-Verwaltung

Die richtige Wartung von Nutzfahrzeug- und Busreifen

Reifenüberwachung: Vernetzte Lösungen im Personennahverkehr

 

Dauer: 19:05

Produktion: Mai 2018

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