MD.ON TOUR – Truck Grand Prix 2018: Der ETM-Verlag ist das Sprachrohr der Branche

MOTORDIALOG-Moderator Oliver Bartels erkundigt sich auf dem internationale ADAC Trunk Grand Prix bei Thomas Rosenberger, Chefredakteur von FERNFAHRER, lastauto omnibus, Werkstatt aktuell sowie Connected Transport, über den aktuellen Stand der Trucker-Welt.

Das beschäftigt die Branche

Trucker – das ist mehr als nur ein Beruf. Es ist eine Berufung – eine Lebenseinstellung. Doch immer weniger wollen in der Branche arbeiten. Der Fachkräftemangel ist auch hier zu spüren. Rosenberger hat die Befürchtung, dass einige Pakete bald nicht mehr zeitnah an ihrem Bestimmungsort ankommen werden, da die nötigen Fernfahrer fehlen.

Die Gründe sind für den Redakteur klar: Die Branche hat ein Image-Problem, Lkw-Fahrer sind unbeliebt! Auf der Autobahn verursachen sie bei „Elefantenrennen“ Stau und auf Landstraßen behindern sie den Verkehr. Aber auch der Stress, dem sich die Fahrer aussetzen, ist immens. Sie kommen oft tagelang nicht nach Hause, werden an der Laderampe unwirsch behandelt und haben Zeitdruck. Wer möchte schon einen solchen Job? Auch das Gehalt reicht da nicht als Schmerzensgeld, wie Thomas Rosenberger es formuliert.

Der ETM-Verlag auf dem Truck Grand Prix

Der ETM-Verlag tut alles, um es dieser Berufsgruppe auf dem Truck Grand Prix so angenehm wie möglich zu machen. Hier auf dem Nürburgring sind sie die Stars und können ihren stressigen Alltag zumindest für ein Wochenende hinter sich lassen und sich mit Gleichgesinnten austauschen.

Der Verlag hält für seine Gäste spezielle Abo-Vorteile bereit. Trucker, die bereits Abonnenten sind, bekommen ein Bändchen – Kosten und Loge frei. Auch die Unternehmer unterstützen ihre Steckenpferde und laden fleißig zu diesem Branchentreffen ein. Immerhin haben auch sie Vorteile davon, wenn sich ihre Fahrer informieren und weiterbilden.

Weiterbildung für Fernfahrer

Ein Thema, über das aktuell aufgeklärt werden muss, ist der Notbremsassistent beim Lkw. Auch wenn viele Fahrzeuge solche Systeme bereits eingebaut haben, gibt es nach wie vor einige Auffahrunfälle am Stauende durch entsprechend ausgerüstete Trucks. Auch wenn solche Unfälle prozentual gesehen recht selten auftreten, haben sie doch einen großen Einfluss in den Medien, da die Folgen oft verheerend sind.

Der ETM-Verlag wollte nun zusammen mit der DEKRA herausfinden, warum das trotz der Assistenzsysteme noch vorkommt. Den informativen Talk dazu gibt es hier!

 

 

Dauer: 7:14

Produktion: Juni 2018

MD.TIRE COLOGNE – Tire Fleet Lounge: Richtige Wartung von Nutzfahrzeug- und Busreifen

Nun geht es in der Tire Fleet Lounge um die richtige Wartung von Nutzfahrzeugreifen. Referent ist Dipl.-Ing. Christian Koch von der DEKRA.

Die Montage

Die richtige Wahl der Flotte beginnt selbstverständlich nicht erst beim Reifen, doch ist auch er ein wichtiger Bestandteil. Das komplette Fahrzeug muss auf die Anforderungen der Flotte abgestimmt sein. Dabei spielt nicht nur die Beladung, sondern auch die Fahrtstrecke eine wichtige Rolle. Kommen hier unterschiedliche Themen zum Tragen, gibt es bei Reifen spezielle hybride Lösungen. Diese Produkte sind dann natürlich nicht optimal auf die einzelnen Bedingungen abgestimmt, sondern versuchen von allem, möglichst viel abzudecken.

Der Reifenservices

Damit ein Reifen auch als Rad genutzt werden kann, muss er zunächst einmal auf eine Felge montiert werden. Hier gibt es unterschiedliche Wege: Zum einen kann diese Aufgabe von Fachhändlern in deren Werkstatt oder bestenfalls direkt vor Ort erledigt werden. Von erfahrenem Personal kann die Montage auch intern im Betrieb durchgeführt werden – die entsprechenden Maschinen und Werkzeuge vorausgesetzt.

Zudem muss ein Rad immer mal wieder ausgewuchtet werden, da durch Unwucht am Reifen Schäden entstehen können. Für Reifenhändler hat dies zudem den positiven Nebeneffekt, dass Mängel, die während dem Herstellungsprozess entstanden sind, im Reifen erkannt und gegebenenfalls behoben werden können.

Der Betrieb

Während des laufenden Betriebs müssen einige wichtige Dinge am Reifen beachtet werden. So führt beispielsweise zu hoher Fülldruck zu einer Abriebsproblematik, während zu wenig Fülldruck den Kraftstoffverbrauch ansteigen lässt. Allerdings hat geringer Fülldruck einen entscheidenden Vorteil: eine hohe Verzögerung. Ein Fahrzeug mit niedrigem Druck bremst also effektiver. Der Reifenfülldruck sollte daher immer auf die Transportlast abgestimmt sein.

Zudem sollten Reifen regelmäßig darauf überprüft werden, ob Fremdkörper eingedrungen sind oder andere Beschädigungen vorliegen. Gerade bei Trailern macht es Sinn, die Reifen zwischen den unterschiedlichen Achsen zu tauschen, da jeweils die dritte Achse am schnellsten abgerieben wird. Dies sorgt dafür, dass Reifen im Satz nachgekauft werden können und nicht immer nur paarweise ersetzt werden müssen. Allerdings bieten die Hersteller inzwischen auch Reifen an, die an die jeweiligen Belastungen der unterschiedlichen Achsen angepasst sind.

Die Reparatur der Reifen

Doch was geschieht mit den Reifen, wenn sie trotz aller Fürsorge und der Beachtung sämtlicher Regeln irgendwann doch kaputt gehen?

Zum einen gibt es „schnelle“ Reparaturen, mit der ein Fahrer dann immerhin noch zurück zu seiner Spedition fahren kann. Allerdings kann ein Reifen auch „richtig“ repariert werden, sodass er seine ursprüngliche Leistungsfähigkeit zurückerlangt. Bei einer gewerblichen Reparatur besteht die sogenannte Meisterpflicht. Das heißt, die entsprechende Person musst entweder Meister des Vulkaniseur- und Reifenhandwerks sein oder ein Kfz-Meister mit einer entsprechenden Zusatzausbildung.

Die Lebensdauer eines Reifens lässt sich auf unterschiedliche Arten verlängern. Beispielsweise gibt es Reifen, die über zusätzliches Gummi verfügen und nachgeschnitten werden können. Meist wird diese simple Tätigkeit von Mitarbeitern in der Spedition direkt durchgeführt. Dipl.-Ing. Christian Koch rät dazu, dies bei nachschneidbaren Reifen auch zutun, ansonsten verschenke die Spedition wertvolle Lebenszeit des Reifens. Außerdem lassen sich Reifen runderneuern, denn gerade moderne Reifen können auch „zwei Leben“ haben, so der Experte.

 

Mehr aus der Tire Fleet Lounge gibt es hier:

Die optimale Fuhrpark-Verwaltung

Rollwiderstand vs. Laufleistung

Reifenüberwachung: Vernetzte Lösungen im Personennahverkehr

 

Dauer: 28:25

Produktion: Mai 2018

MD.TIRE COLOGNE – Talk: Sicherheit bei Nutzfahrzeugreifen

Auf der neuen Reifenmesse The Tire Cologne gibt es einiges zu sehen. MOTORDIALOG-Moderatorin Anke Seeling war bereits in der Tire Fleet Lounge, einem Forum für Flottenbetreiber. Hier hat sie sich wertvolle Informationen geholt. Nun spricht sie mit einigen Experten darüber, wie sich die Reifenbranche verändern wird.

 

Gäste:

Werner Bicker, Fachjournalist

Holger Kirmse, Michelin Reifenwerke

Christian Koch, DEKRA

 

Tire Fleet Lounge

Die Tire Fleet Lounge ist in Kooperation der Koelnmesse und des ETM-Verlags entstanden. Hier können Transportunternehmen, Fuhrparkverantwortliche und sonstige Messe-Besucher Vorträge von Experten zu unterschiedlichen Themen anhören. Anschließend wird diskutiert.

Die Lounge soll das individuelle Konzept der Messe unterstreichen. Neben den klassischen Gästen sollen Highlights wie dieses Forum neue Zielgruppen anlocken. Da der ETM-Verlag mit seinen Zeitschriften wie lastauto omnibus und FERNFAHRER die unterschiedlichsten Leser anspricht, sind viele Flottenbetreiber und Werkstattmitarbeiter gekommen, um sich rund um das Thema Reifen zu informieren.

Das richtige Reifenmanagement

Es gibt einige Faktoren, die beim richtigen Reifenmanagement beachtet werden sollten. Nur dann kann die optimale Laufleistung, aber auch die größtmögliche Sicherheit erreicht werden.

Schon bei der Wahl der Reifen sollte auf zwei Dinge unbedingt geachtet werden: Die Dimension muss auf Fahrzeug und Transportart abgestimmt sein. Zudem ist das Einsatzgebiet wichtig für die richtige Wahl. Ein Sicherheitsaspekt, aber auch wirtschaftlich nicht zu vernachlässigen, ist der Reifendruck. Zudem sollte der Pneu regelmäßig auf Beschädigungen überprüft werden.

Der Fülldruck ist einer der wichtigsten Faktoren bezüglich Sicherheit und Lebensdauer der Reifen. Seit 2014 ist es daher Pflicht, dass neuzugelassene Pkw ein Reifendruckkontrollsystem haben. Bei Nutzfahrzeugen gibt es eine solche Vorschrift noch nicht. Nötig ist es auch nur bedingt, sagen die Experten. Berufskraftfahrer kontrollieren den Zustand ihrer Fahrzeuge häufiger und intensiver als Privatpersonen ihre Autos. Beschädigungen am Reifen oder ein falscher Luftdruck werden so eher bemerkt und behoben.

Die Unterschiede

Während früher der Grundsatz galt viel Stollen greift gut, setzen die Hersteller inzwischen vermehrt auf Lamellen. Bei Pkw-Reifen gibt es zwar viele unterschiedliche Modelle, allerdings sind hier auch die Anwendungsbereiche sehr ähnlich. Bei Lkw oder Trailern ist das anders: Hier gibt es allein für die unterschiedlichen Achspositionen verschiedene Reifen. Zudem müssen die Produkte besser an die verschiedenen Einsätze angepasst sein. So gibt es zwar sehr differenzierte, nicht aber viele Variationen der Reifen für Nutzfahrzeuge.

Der Reifen der Zukunft

Der Reifen verändert sich seit jeher – und das ist auch gut so. Der Zielkonflikt Laufleistung und Rollwiderstand wird wohl nie ganz verschwinden. Doch die Hersteller sorgen mit immer neuen Mischungen und veränderten Profilen für bessere Produkte.

Doch wie sieht er nun aus – der Reifen der Zukunft? Tendenziell geht es hin zum geschlossenen Profil, grobe Stollen verschwinden. Die Lauffläche wird breiter, das sorgt für Stabilität. Und neuartige Lamellen sorgen für eine hohe Sicherheit über die gesamte Lebensdauer des Produkts hinweg – nicht bloß am Anfang.

 

Dauer: 18:56

Produktion: Mai 2018

 

MD.MESSE SPEZIAL IAA 2015 – Teaser

Informative und verrückte Berichte abseits der Autowelt finden Sie ab morgen in unserer neuen Rubrik „MD.MESSE SPEZIAL“. In den nächsten Tagen stellen wir aktuelle Filme zu den unten stehenden Themen online.

  • Unser Moderatoren-Team Sarah Elßer und Ralf Schütze kümmert sich um Motorsport und verschiedene Mobilitätskonzepte.
  • Stylingexpertin Elli testet Fahrzeuge auf ihre Brautkleid-Tauglichkeit und – falls die Braut sich doch nicht traut – auf eventuelle Flucht-Möglichkeiten.
  • Zusammen mit dem Autoblogger Bjoern Habegger stellt sich Reporterküken Jana folgenden Herausforderungen:

1. Wer bekommt in 30 Minuten mehr Telefonnummern von Hostessen?
2. Wo gibt es die besten veganen Gerichte auf der Messe?
3. Findet die skurrilste, ungewöhnlichste, spannendste Innovation!

  • Sarah Elßer und Dr. Dietrich Hartman (siehe unseren Bericht MD.TAGE WIE DIESER „Nichts ist unmöglich – Toyota“) werden einen Rundgang zum Thema Vermarktungsstrategien neuer Technologien absolvieren.
  • Ralf Schütze und Jana Nusser testen im Außenbereich der IAA einige Produktneuheiten auf ihre Funktionalität.

Dauer: 01:02
Produktion: September 2015

“Alles unter Strom – Wunschvorstellung oder Horrorszenario?” Sehen Sie hier den MD.TALK

Die MOTORDIALOG-Moderatoren Sarah Elßer und Andreas Keßler diskutieren heute mit den Gästen über die Elektromobilität. Wie wahrscheinlich und sinnvoll ist es, dass wir in naher oder auch ferner Zukunft rein elektrisch fahren? Über diese Frage sprechen unsere Experten:

Thomas Aurich – Leiter Unternehmenskommunikation bei Delphi Deutschland GmbH

Norbert Breidenbach – Vertriebsvorstand Mainova AG

David Flaschenträger – Wissenschaftlicher Mitarbeiter Fraunhofer-Institut LBF

Hans-Jürgen Mäurer – Leiter Entwicklung und Technik DEKRA Automobil GmbH

Fachmann an der Bar ist Valentin Jahn – Mobilitätsforscher am Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel

 

Sicher ist, dass die E-Mobilität die Umwelt und auch das Klima schont. Trotzdem sind diese Autos auf dem deutschen Markt nicht besonders beliebt. Liegt das an der fehlenden Infrastruktur? Immerhin gibt es verteilt auf ganz Deutschland nicht einmal 4.000 Ladestationen. Und das, obwohl die durchschnittliche Reichweite nur etwa 120 Kilometer beträgt. Oder sind andere Länder uns hier einen Schritt voraus, weil sie mit Subventionen locken? Oder ist die reine Elektromobilität eine Wunschvorstellung, bei der die Regierung über das Ziel hinausgeschossen ist?

David Flaschenträger betrachtet die technische Seite. Die Elektromobilität wird technisch immer weiter entwickelt. Zur Zeit ist es jedoch noch so, dass die elektrisch angetriebenen Autos in einem höheren Preissegment liegen. Ein Käufer, der sich für diese Preisklasse interessiert, möchte Fahrspaß und wählt daher eher ein Auto mit höherer Reichweite. An solchen Antrieben und Batterien wird hinter verschlossenen Türen weiter entwickelt, weshalb der wissenschaftliche Mitarbeiter positiv in die Zukunft schaut.

Die Forschung muss noch ein weiteres Problem lösen: Akkus haben keine sehr lange Lebensdauer, wenn sie oft tiefentladen und dann wieder aufgeladen werden. Hans-Jürgen Mäurer verweist hier auf einige Hybridfahrzeuge, die ihren Spannungshub gering halten. So können mehr Ladezyklen ohne Leistungsverlust erreicht werden. Die Ladekapazität der Batterie sinkt dann nur noch sehr langsam.

Nicht nur die Autokonzerne, sondern auch ihre Zulieferer müssen umdenken. Ein Elektromotor benötigt einen anderen Antrieb als der Verbrennungsmotor. Auf den Auspuff kann zum Beispiel komplett verzichtet werden. Thomas Aurich erklärt, dass hier neue Herausforderungen stecken. Besonders im Bereich der Bremsen, die jedes Auto weiterhin brauchen wird, kann viel getan werden. Bereits jetzt nutzen einige Elektroautos Rekuperation, damit die Bremsenergie nicht verloren geht.

An der Bar wirft Valentin Jahn einen Blick in die Zukunft: Elektromobilität ist kein Bedürfnis. Es gibt wenige Leute, die tatsächlich Interesse an Elektroautos haben. Eine Zielgruppe hierfür sind die „Early-Adopters“. Sie stellen sich die individuelle Mobilität anders vor. In dieser anderen Denkweise steckt die Chance der E-Mobilität.

Das Elektroauto kann auch die Hürden der regenerativen Energien auffangen. Überschüssige Energie, die beispielsweise Wind bei Nacht erzeugt, können Fahrzeuge zum Laden verwenden. Die Energie wird genutzt und das Auto steht nicht nur rum. Das tut es allerdings die meiste Zeit über. Damit ein Auto nicht 23 Stunden am Tag steht, bietet sich Car-Sharing an. So könnte man in Städten viele Autos einsparen und es entstünde mehr Stellfläche, die dann auch wieder zum Laden genutzt werden könnte.

Schritt für Schritt werden wir in Zukunft mit Neuerungen rechnen können. Wie sich die Mobilität verändern wird und wann der nächste innovative Durchbruch kommt, können selbst unsere Experten nur erahnen.

Ladesäulen für Elektroautos in Europa Karte

Ladesäulen in Deutschland Statistik

Die Early Adopters

Dauer: 1:04:34
Produktion: August 2015