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MD.REPORTAGE Ersatzteile – So funktioniert Recycling

Unser Beitrag zum Thema Recycling von Ersatzteilen: Abgasnormen nehmen weltweit immer mehr an Bedeutung zu. Ziel ist es, entstehende Emissionen deutlich zu reduzieren. Bisher geschieht dies unter anderem durch den Einsatz von Katalysatoren und Dieselrußpartikelfiltern. Die Diskussionen rund um dieses Thema sind uns allen noch in guter Erinnerung. Aber was passiert eigentlich mit den Katalysatoren und Dieselpartikelfiltern, wenn sie ihren Zweck erfüllt haben? Auch hier spielt das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle. Schließlich werden vielfach wertvolle Edelmetalle wie Platin, Palladium und Rhodium eingesetzt.

Bei der Firma Hensel Recycling werden diese Edelmetalle mithilfe eines riesigen Nussknackers zurückgewonnen, in dem man die Stahlhülle aufbricht und die innenliegende Keramik herausklopft. Dazu werden die Katalysatoren zwischen große Scheren gelegt, die mit 200 Tonnen zudrücken. Im nächsten Schritt wird die so gewonnene Keramikmasse zermahlen.

Um zunächst den Wert der Lieferung zu ermitteln, werden Proben im Labor analysiert. Hierzu setzt man verschiedene Präzisionsanalysen wie Röntgenfluoreszenz-Analysen, nasschemische Analysen mittels ICP-OES, Matrixanalysen sowie Analysen zur Feuchte- und Kohlenstoffbestimmung ein.

Neben den enthaltenen Edelmetallen muss auch exakt bestimmt werden, was sonst noch für Stoffe enthalten sind. Um den abschließenden Schmelzprozess planen zu können, wird zum Beispiel der Anteil von Schwefel- und Kohlenstoffen berechnet, aber auch Ruß- oder Ölreste werden so ermittelt. Ein Plasmaschmelzofen, dessen Technologie in Kontinentaleuropa einzigartig ist, trennt im eigentlichen Produktionsprozess das keramische Mahlgut in Sammlermetall und Schlacke.

In der Regel werden große Mengen Katalysatoren zum Beispiel von Verwertungsgesellschaften bei Hensel angeliefert, für kleinere Mengen nutzt das Unternehmen ein Schnellverfahren, bei dem mobile Handspektrometer der Firma Analyticon eingesetzt werden. Die einminütige Messung wird dreimal wiederholt und liefert am Ende einen Mittelwert, mit dem der Wert eines Katalysators festgelegt wird. Die Bandbreite bewegt sich dabei zwischen 3 und 300 Euro pro Stück, wichtig also, dass die Probe zuvor exakt bestimmt wurde.

Dauer: 6:18

Produktion: September 2016

Stichwort MD. REPORTAGE:

Am Ende unserer Recherchen zu einem Schwerpunkt-Thema steht jeweils eine etwa einstündiger Film im Fernsehformat. Wir nutzen unser Medium, abe darüber hinaus, um für den Besucher unserer Seite einen echten Mehrwert zu generieren: Eine MD.REPORTAGE umfasst bis zu zehn Einzelbeiträge mit jeweils zwanzig bis dreißig weiteren Highlight-Clips, Trailer, Gewinnspielen und Challenges auf den von uns bedienten Social Media-Kanälen. Im Laufe von mehreren Monaten kann der Zuschauer unser Team mit seinen Protagonisten nicht begleiten, sondern er erhält tiefgreifende und umfassende Informationen zum Thema-

Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, zwei bis drei vollständige Reportagen pro Jahr zu produzieren. Bisher online sind unsere Reportage zum Thema “Connectivity – Wie sieht das vernetzte Fahren der Zukunft aus?” sowie zum Thema Diesel, in der wir unter der Überschrift „Der Dieselmotor – Dreckspatz oder Umweltengel?“ die aktuelle Diskussion um den Selbstzünder sowie dessen Zukunftsperspektiven unter die Lupe nehmen. Die beiden fertigen Beiträge finden Sie unter den folgenden Links:

http://motordialog.de/md-reportage-connectivity-komplett/
http://motordialog.de/md-reportage-diesel-komplett/

Sollten Sie Ideen, Vorschläge oder Anregungen für weitere Reportage-Themen haben, greifen wir diese gerne im Rahmen unseres Programmschemas auf.