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“Frauen für die Automobilindustrie” Sehen Sie hier die MD.VORLESUNG.

Über die Frauen-Quote wird schon einige Zeit nicht mehr diskutiert. Die Gesellschaft arbeitet daran, mehr Frauen in das aktive Berufsleben zu integrieren. Kindergärtnerinnen gibt es viele, ganz im Gegensatz zu Führungspositionen, aber auch im Ingenieurwesen sind Frauen selten vertreten. Prof. Dr.-Ing. Wolfram Seibert unterhält sich heute mit Studentinnen der Fahrzeugtechnik, um herauszufinden, wo die Unterschiede zu den männlichen Kollegen liegen.

Kerstin Galon hat bereist den Bachelor-Studiengang im Bereich Maschinenbau Automotive abgeschlossen. Nun belegt sie den Masterstudiengang, mit dem Ziel, Master of Engineering im Bereich Automotive. Frauenspezifisch war ihre Entscheidung, den Audi 80 ihrer Mutter zu übernehmen, nicht. Auch für die Zukunft bevorzugt sie ein funktionelles Auto. Die Studentin kann sich jedoch vorstellen, am Wochenende ein „schickes Auto“ zu mieten – ganz im Sinne der Sharing-Economy.

Aber es geht auch anders: Carina Ihl studiert ebenfalls Fahrzeugtechnik, ist bei der Wahl ihrer Fahrzeuge aber deutlich emotionaler. Ihr Pontiac Firebird aus dem Jahr 1989 war ein Wunschauto. Auch in der Zukunft möchte sie das Fahrzeug behalten, sich aber zusätzlich noch ein Liebhaberstück und ein funktionelles Auto für die Fahrt zur Arbeit zulegen. Trotz des älteren Fahrzeugs hat es ihr die neue Technik angetan. Sie möchte nach dem Studium im Bereich Autonomes Fahren arbeiten.

Die dritte Fahrzeugtechnik-Studentin fährt einen Citroën C4, der Sicherheit wegen. Auch ihre Aussage über die zukünftige Fortbewegungsart ist rational geprägt. Sie möchte in die Stadt ziehen und dort auf das Auto verzichten, immerhin besitzt sie ein Fahrrad, zudem gibt es in der Stadt eine gute  öffentliche Verkehrsanbindungen. Vor ihrem Studium hat sie bereits eine Lehre zur KFZ-Mechatronikerin abgeschlossen. Sie sieht ihr Studium nun als Fortbildungsmaßnahme. Dennoch möchte sie danach gerne wieder selbst schrauben, aber auch Fahrberichte kann sie sich für ihr Berufsleben vorstellen.

Abschließend stellt Prof. Dr.-Ing. Seibert fest, dass es keine Unterschiede zwischen den drei Damen und ihren männlichen Mitstreitern gibt.

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