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“Citroën-Expeditionen ans Ende der Welt” – Immo Mikloweit bei MD.TAGE WIE DIESER

In den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts waren große Teile von Afrika für Europäer immer noch Neuland. Expeditionen in das Herz des schwarzen Kontinents hatten zwar stattgefunden, aber das Auto spielte dabei noch keine große Rolle. André Citroën hatte mit der Produktion von Granaten im Ersten Weltkrieg genug verdient um im Jahr 1919 mit dem Citroën Typ A das erste europäische Auto in Großserie zu produzieren.

Citroën zeichnete sich schnell nicht nur als Autopionier sondern auch als Marketing-Genie aus. Unter anderem sponsorte er die großflächige Einführung von Straßenschildern und Wegweisern in Frankreich. Gleichzeitig setzte er darauf, die Einsatzfähigkeiten von Motorfahrzeugen auch unter extremen Bedingungen zu beweisen. Mit so genannten Halbkettenfahrzeugen durchquerte eine Citroën-Expedition 1922 die Sahara. Diese nach ihrem Erfinder “Kégresse” genannten Fahrzeuge hatten anstatt normaler Hinterräder Ketten, wie sie auch bei den ersten Panzern zum Einsatz kamen.

Für Citroën war die Sahara-Durchquerung nur der Auftakt für wesentlich spektakulärere Expeditionen. 1924 startete die “Croisière Noire”, in deren Rahmen acht der Halbkettenfahrzeuge Afrika von Algerien bis Madagaskar durchquerten. Die bei diesem Unternehmen gewonnenen Erfahrungen setzte man auf der “Croisière Jaune” gleich bei 35 Fahrzeugen ein – viele davon wiederum mit Kettenantrieb – welche den asiatischen Kontinent von Beirut bis nach Peking durchquerten und unter anderem den Himalaya überwanden.

MD.TAGE WIE DIESER hat sich dieses Mal den 28. Oktober 1924 als besonderen Tag der Automobil-Geschichte vorgenommen. An diesem Tag startete die “Croisière Noire”. Im Gespräch mit unserer Moderatorin Sarah Elßer beschreibt Immo Mikloweit, ehemaliger Presseattaché von Citroën Deutschland und ausgewiesener Kenner der Markengeschichte den Hintergrund der beiden spektakulären Citroën-Expeditionen.

Dauer: 23:23

Produktion: November 2015

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