Das Mobilitätsportal

MD.TALK – Die Sportlichen von Subaru

Der WRX STI von Subaru ist eine Legende, wird aber – zumindest vorerst – in Deutschland ab dem kommenden Jahr nicht mehr verkauft. Der Subaru BRZ steht jedoch schon in den Startlöchern, um die Position des Allrad-Rennwagens einzunehmen. Ralf Schütze, Motorjournalist und MOTORDIALOG-Moderator, hat an der Abschiedsveranstaltung auf dem Bilster Berg mit einer Talk-Runde über die zwei Sportlichen von Subaru gesprochen.

 

Zu Gast in der Talk-Runde:

Christian Amenda, Geschäftsführer Subaru Deutschland

Jörg Kracke, Leiter After Sales Subaru Deutschland

Tim Schrick, Rennfahrer und Subaru-Enthusiast

Harald Schmidtke, Geschäftsführer Verband der Automobil Tuner (VDAT e.V.)

 

Der WRX STI

Der WRX STI verkörpert mit seinem permanenten symmetrischen Allrad-Antrieb die traditionellen Rallye-Gene. Der Boxermotor sorgt für einen niedrigen Schwerpunkt, wodurch das Fahrzeug weniger wankt. Er sorgt zudem für einen höheren Grip, gerade in den Kurven.

Der WRX STI wurde zwar nie in einer hohen Stückzahl verkauft, war allerdings der Image-Träger der Marke Subaru. Letztendlich musste der Sportler weichen. Der CO2-Ausstoß des Wagens würde den Flottengesamtwert so hoch halten, dass Normen für 2020 nicht eingehalten werden könnten. Die Allrad-Marke möchte daher all ihr Entwicklungspotenzial zunächst in jene Fahrzeuge stecken, die von Vertriebsseite her mehr Umsatz einbringen. Sind diese „Pflichten“, wie Christian Amenda sagt, dann erledigt, wird sich Subaru auch wieder der Kür zuwenden.

STI steht für Subaru Tecnica International und ist das Motorsport-Team der Marke. Die Erfahrungen, die bei den Rennen gemacht wurden und in die Entwicklung der Sportwagen eingeflossen sind, werden natürlich auch für die „klassischen“ Autos genutzt. So ist der STI nicht nur Image-Träger, sondern im weitesten Sinne auch eine Test- und Entwicklungsplattform gewesen.

Selbst bei der jungen Generation, die sich ein solches Fahrzeug nicht leisten kann oder sogar noch keinen Führerschein hat, ist der WRX STI bekannt. Das Rallye-Auto ist der Star in vielen Autorennspielen und -simulationen, sodass sich die markante blaue Farbe der Marke schon in die Köpfe der Kleinsten einprägt.

Der Subaru BRZ

2012 entwickelte Fuji Heavy Industries – seit 2017 Subaru Corporation – zusammen mit Toyota den BRZ. Die Toyota Motor Corporation besaß damals fast 30 Prozent der Firmenanteile von Subaru und wollte durch die Zusammenarbeit den Toyota Corolla ein zweites Mal Leben einhauchen. Dadurch entstanden der Subaru BRZ und sein Bruder, der Toyota GT86.

Der BRZ wird auch in Zukunft in Deutschland verkauft werden, da er die europäischen Abgasgrenzwerte einhält.

Die Subaru DNA

Ein Subaru hat immer die gleichen Sicherheitskomponenten, hierbei handelt es sich um die sogenannte Marken-Gene oder auch DNA.

Ein wichtiger Baustein, der von Beginn an in der DNA vertreten war, ist der Boxermotor. Subaru bringt im Jahr fast eine Million davon auf den Markt. Das schafft keine andere Marke! Der Motor hat gleich zwei positive Eigenschaften: Er lässt sich auf Grund seiner geringen Bauhöhe nicht nur besonders tief, sondern auch recht weit mittig im Fahrzeug einbauen. Dies führt zu einer hohen Wendigkeit des Fahrzeugs.

In Kombination mit dem symmetrischen Allrad-Antrieb sorgt er für ideale Stabilität auf der Straße. Das Besondere bei diesem Antrieb ist, dass die Kraftübertragung vom Motor durch über die Längsachse des Fahrzeugs verläuft. Nach rechts und links verlaufen dann vier gleichlange Achswellen.

Zusammen mit dem Fahrerassistenz-System EyeSight schafft das optimale Sicherheit auch bei hohen Geschwindigkeiten.

Subaru und Tuning

Obwohl der Subaru BRZ und der WRX STI Nischenfahrzeuge sind, ist in Sachen Tuning einiges möglich. Beispielsweise nehmen immer wieder kleinere Clubs mit einem WRX STI an den Track & Safety Days teil. Auch der BRZ bietet sich für Tuning an. Das Fahrzeug ist vergleichsweise preiswert in der Anschaffung, was mehr finanziellen Spielraum für die Individualisierung lässt.

Für Subaru gibt es im Verband der Automobil Tuner zwar keinen eigenen Marken-Tuner, wie das beispielsweise bei BMW oder Mercedes der Fall ist. Allerdings erreichen auch Harald Schmidtke immer wieder Fragen rund um das Thema. Ein Interesse innerhalb der Tuning-Szene besteht also durchaus.

Wichtig bei der Individualisierung der Fahrzeuge ist immer, dass sie seriös und vor allem legal umgesetzt wird. Andernfalls lässt sich die Straßensicherheit nicht mehr gewährleisten. Der VDAT e.V. achtet stets darauf, dass Normen und Regelungen eingehalten werden.

 

Dauer: 27:07

Produktion: Mai 2018

Nur registrierte Benutzer dürfen kommentieren.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen