Sarah Elßer und der 48-Volt-Mild-Hybrid von Delphi

Das 48-Volt-Mild-Hybrid-System von Delphi soll ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer sauberen Fahrzeugkultur sein. Edmund Erich, Projektleiter 48-Volt-Mild-Hybrid bei Delphi, erklärt MOTORDIALOG-Moderatorin Sarah Elßer, dass das Projekt mehr Leistung bringt, aber gleichzeitig den CO2-Ausstoß senkt.

Dank eines größeren Generators können die kinetischen Zustände des Fahrzeugs optimal ausgenutzt werden, indem die Bremsenergie rekuperiert wird. Mit Modellen, die nur zwölf Volt einspeisen, kann die Lichtmaschine drei Kilowatt Strom erzeugen. Bei 48 Volt sind es bis zu 13,5 Kilowatt. Das sind etwa 20 zusätzliche PS. Zudem verhindert der Generator das Turboloch beim Schalten und Beschleunigen. Dies ist möglich, da der Turbolader nicht mit dem Abgasstrahl angetrieben wird, sondern mit elektrischer Energie.

Dr. Martin Lenz ist Manager im Bereich Hochvolt-Verkabelungssysteme bei Delphi. Er ist für die Verkabelung und die Verteilerboxen beim 48-Volt-Mild-Hybrid verantwortlich. Da Strom immer eine potenzielle Gefahrenquelle darstellt, muss das gesamte System gut abgedichtet sein. Delphi hat hierfür ein Material verwendet, aus dem auch schusssichere Westen hergestellt werden, nämlich Kevlar.

Das Bordnetz wird weiterhin mit zwölf Volt betrieben. 48 Volt werden nur verwendet, um rekuperieren und boosten zu können. Um diese Differenz auszugleichen, benötigt man den DC-DC-Wandler. Er kann sowohl zwölf in 48 Volt, als auch 48 in zwölf Volt umwandeln.

Dauer: 19:53

Produktion: Mai 2016

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