Essen Motor Show 2016 – Die letzten ihrer Art?

Eine Träne im Knopfloch hat unser Autopapst Andreas Keßler, wenn er sich die Zukunft von Supersportwagen wie dem Ferrari vorstellt, den er auf der Essen Motor Show 2016 entdeckt hat: Werden solche Boliden mit Verbrennungsmotoren in zehn oder zwanzig Jahren nur noch auf einem gut ausgeleuchteten Podest auf Messen oder anderen Veranstaltungen für Fans zu finden sein? Oder ist unter den ganzen Elektroautos, die dann auf unseren Straßen fahren sollen, doch noch ein klitzekleines Eckchen für einen Ferrari, einen Lamborghini oder einen McLaren frei? Sind sie Vielleicht die letzten ihrer Art?

Supersportwagen eine Begrifferklärung

Supersportwagen ist eine nicht eindeutig definierte Bezeichnung für Sportwagen, die in ihren Eigenschaften wesentlich stärker auf Leistung ausgelegt sind als auf Komfort und Alltagstauglichkeit. Der Begriff kam in den 1980er Jahren auf und bezeichnete damals z. B. Modelle wie den Ferrari F40 und den Porsche 959. Eine gleichsam verwendete Bezeichnung ist Hochleistungssportwagen. Supersportler unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von Alltags- oder Sportwagen.

Als typische Merkmale gelten:

  • hohe Beschleunigungswerte (daher Gewichtseinsparungen auch auf Kosten des Komforts)
  • hohe Endgeschwindigkeit (deswegen windschnittige Form)
  • hohe Längs- und Querdynamik
  • Einsatz modernster Technologien
  • sehr bis extrem hoher Kaufpreis
  • sehr bis extrem hohe Unterhaltskosten
  • Produktion in kleinen Stückzahlen (Klein- und Kleinstserien)

Generell kann man viele Eigenschaften von Supersportwagen mit denen von Seriensportwagen ein oder zwei Generationen später vergleichen. So wurden beispielsweise die hohen Geschwindigkeiten des Porsche 959 20 Jahre später von einem Serienwagen, dem Porsche 997 Turbo, erreicht. Ein Ferrari F40 wurde in der Endgeschwindigkeit 15 Jahre später vom Ferrari 599 GTB übertroffen.

Sehr hoch sind die Wartungs- und Versicherungskosten. Z. B. kostet eine „große Servicereparatur“ eines McLaren F1 ca. 50.000 Euro.

Supersportwagen gemein ist, dass sie das zu ihrer Zeit technisch Machbare aufzeigen wollen; beispielsweise bringt der 16-Zylinder-Motor des Bugatti Veyron 16.4 den Wagen auf eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 400 km/h. Neben einigen großen Autokonzernen betätigen sich in diesem Segment auch eine Handvoll kleiner Manufakturen wie Gumpert, Koenigsegg und Pagani. Die Fahrzeuge werden meist in Handarbeit gefertigt und nicht am Fließband. Dabei beträgt die Anzahl der produzierten Autos pro Jahr meist um die hundert Stück. (Quelle: wikipedia.de)

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