“Gratisjournalismus: Müssen Journalisten bald Grundsicherung beantragen?” Sehen Sie hier die MD.LOUNGE

Tagtäglich berichten die Medien über eine Vielzahl an Themen. Personen  müssen interviewt, die Beiträge recherchiert und letztendlich geschrieben, vertont und/oder verfilmt werden: die Arbeit eines Journalisten. Er muss sich Themen aussuchen, die für sein Publikum interessant sind und diese gut aufbereiten. Doch wird diese Arbeit auch immer angemessen vergütet? MOTORDIALOG-Moderator Andreas Keßler spricht mit den MD.LOUNGE-Gästen darüber, ob die, die die Bevölkerung alltäglich über wichtige Themen informieren, bald finanziell auf eine Unterstützung von selbiger angewiesen sein werden.

Jeder Verlag braucht Nachwuchs, der natürlich auch bezahlt werden will. Doch junges Blut wird, aufgrund mangelnder Erfahrung, schlechter bezahlt. Ein üblicher Weg in den Journalismus ist noch heute das Volontariat, welches nach dem Studium ein bis zwei Jahre einen Einblick in das Berufsfeld gibt. Interessant an den Berufseinsteigern und das damit verbundene junge Alter ist der Umgang mit den neuen Medien. Studenten, die mit Mitte Zwanzig ihr Studium abschließen, sind technik- aber auch Social Media-affin. Sie schauen auf die Themen und deren Verbreitung aus einer ganz anderen Perspektive und können so neue Zielgruppen mobilisieren.

Die Tageszeitung galt lange Zeit als das aktuellste Medium. Doch gerade die Generation Social Media weiß: Die Informationen sind vom Vortag und damit veraltet. Aber nicht nur das fördert das Aussterben der Tageszeitung. Online ist Information schnell, oft sogar kostenlos, abrufbar. Der Gang zum Briefkasten oder gar dem Zeitungskiosk bleibt erspart. In der Bahn wird schnell das Smartphone gezückt und dank Facebook, Newsticker und Nachrichten-Apps ist man aktueller als die Tageszeitung, die am Morgen im Briefkasten gelegen hat. Aber denkt die jüngere Generation auch daran, dass dieser kostenlose Content später eventuell von ihnen selbst produziert werden muss?

Freie Journalisten machen ihre Honorarforderungen selbst. Sie müssen sich natürlich nach der Nachfrage richten, sollten sich aber nicht unter Wert verkaufen. Immerhin müssen auch sie von etwas leben. Ein Artikel nimmt Zeit zum Recherchieren und Schreiben in Anspruch und sollte dementsprechend auch honoriert werden.

Seit dem 01.01.2015 gilt der gesetzliche Mindestlohn. Auch Journalisten müssten 8,50 € pro Stunde erhalten. Doch viele Zeitungen bezahlen nach Zeilen oder Anschlägen. Es gibt keine Vorgabe, wie sich das in einen Stundenlohn umrechnen lässt. Hinzu kommt, dass ein Selbstständiger seine Arbeit selbst anbieten muss. Der Verlag kann ihm das geforderte Geld bezahlen oder warten, bis ein Kollege dieselbe Arbeit günstiger anbietet. Auch hier kommt das System der freien Marktwirtschaft zum Tragen: Angebot und Nachfrage!

Viele Journalisten bekommen dadurch ein Problem. Sie werden, auch nach Einschätzung von Ver.di, später in die Altersarmut hineingeraten und Grundsicherung beantragen müssen. In wieweit die erhobenen Daten mit der Realität übereinstimmen, ist dabei schwer nachzuvollziehen. Beispielsweise können geplante Einnahmen bei der Künstlersozialkasse niedriger angegeben werden als erwartet, um Abgaben einzusparen. Problematisch wird das dann in der Rente, da auch dieser Betrag demzufolge niedriger ausfällt.

Tagtäglich berichten die Medien über eine Vielzahl an Themen. Personen  müssen interviewt, die Beiträge recherchiert und letztendlich geschrieben, vertont und/oder verfilmt werden: die Arbeit eines Journalisten. Er muss sich Themen aussuchen, die für sein Publikum interessant sind und diese gut aufbereiten. Doch wird diese Arbeit auch immer angemessen vergütet? MOTORDIALOG-Moderator Andreas Keßler spricht mit den MD.LOUNGE-Gästen darüber, ob die, die die Bevölkerung alltäglich über wichtige Themen informieren, bald finanziell auf eine Unterstützung von selbiger angewiesen sein werden.

Jeder Verlag braucht Nachwuchs, der natürlich auch bezahlt werden will. Doch junges Blut wird, aufgrund mangelnder Erfahrung, schlechter bezahlt. Ein üblicher Weg in den Journalismus ist noch heute das Volontariat, welches nach dem Studium ein bis zwei Jahre einen Einblick in das Berufsfeld gibt. Interessant an den Berufseinsteigern und das damit verbundene junge Alter ist der Umgang mit den neuen Medien. Studenten, die mit Mitte Zwanzig ihr Studium abschließen, sind technik- aber auch Social Media-affin. Sie schauen auf die Themen und deren Verbreitung aus einer ganz anderen Perspektive und können so neue Zielgruppen mobilisieren.

Die Tageszeitung galt lange Zeit als das aktuellste Medium. Doch gerade die Generation Social Media weiß: Die Informationen sind vom Vortag und damit veraltet. Aber nicht nur das fördert das Aussterben der Tageszeitung. Online ist Information schnell, oft sogar kostenlos, abrufbar. Der Gang zum Briefkasten oder gar dem Zeitungskiosk bleibt erspart. In der Bahn wird schnell das Smartphone gezückt und dank Facebook, Newsticker und Nachrichten-Apps ist man aktueller als die Tageszeitung, die am Morgen im Briefkasten gelegen hat. Aber denkt die jüngere Generation auch daran, dass dieser kostenlose Content später eventuell von ihnen selbst produziert werden muss?

Freie Journalisten machen ihre Honorarforderungen selbst. Sie müssen sich natürlich nach der Nachfrage richten, sollten sich aber nicht unter Wert verkaufen. Immerhin müssen auch sie von etwas leben. Ein Artikel nimmt Zeit zum Recherchieren und Schreiben in Anspruch und sollte dementsprechend auch honoriert werden.

Seit dem 01.01.2015 gilt der gesetzliche Mindestlohn. Auch Journalisten müssten 8,50 € pro Stunde erhalten. Doch viele Zeitungen bezahlen nach Zeilen oder Anschlägen. Es gibt keine Vorgabe, wie sich das in einen Stundenlohn umrechnen lässt. Hinzu kommt, dass ein Selbstständiger seine Arbeit selbst anbieten muss. Der Verlag kann ihm das geforderte Geld bezahlen oder warten, bis ein Kollege dieselbe Arbeit günstiger anbietet. Auch hier kommt das System der freien Marktwirtschaft zum Tragen: Angebot und Nachfrage!

Viele Journalisten bekommen dadurch ein Problem. Sie werden, auch nach Einschätzung von Ver.di, später in die Altersarmut hineingeraten und Grundsicherung beantragen müssen. In wieweit die erhobenen Daten mit der Realität übereinstimmen, ist dabei schwer nachzuvollziehen. Beispielsweise können geplante Einnahmen bei der Künstlersozialkasse niedriger angegeben werden als erwartet, um Abgaben einzusparen. Problematisch wird das dann in der Rente, da auch dieser Betrag demzufolge niedriger ausfällt.

Produktion: Mai 2016

Dauer: 55:44