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“Die ganze Welt in 140 Zeichen: Fluch oder Segen?” Sehen Sie hier die MD.LOUNGE.

In der MD.LOUNGE sprechen unsere Moderatoren Sarah Elßer und Andreas Keßler mit den Gästen über die Welt von Twitter und Co. Ein Tweet muss in 140 Zeichen die wichtigste Information einer Nachricht enthalten. Das ist nicht viel Information, dafür immer topaktuell. Auch die Zeitungen haben sich angepasst: Die Ausgaben gibt es nicht nur in Print, sondern oft schon vorher auf der verlagseigenen Homepage, auf einer Social-Media-Seite oder als E-Paper.

 

Zu diesem Thema hat MOTORDIALOG

Oliver Hamann – Axel Springer Syndication, Head of Sales

Wolfgang Kiesel – Dozent für Weiterbildungsseminare und Redakteur

Claire Oberwinter – Community-Managerin bei Nissan Center Europe

Stanley Vitte – freier Redakteur und Community-Manager

zu Gast.

 

Immer mehr Unternehmen machen sich die sozialen Medienkanäle zu Nutze, so auch Nissan. Claire Oberwinter betreut die Portale. Ihre Arbeit unterscheidet sich trotzdem von einem Pressesprecher. Das Zielpublikum ist ein anderes und dieses stellt andere Anforderungen. Die Generation „Always On“ möchte keinen Pressetext vorgelegt bekommen, aus der die Informationen herausgefiltert werden müssen. Diese Generation will Aktion und fordert den Dialog. Genau das bietet Social Media – aktuelle Nachrichten und einen Raum für Kommunikation.

Diese Kommunikation wird auch genutzt. Ein Unternehmen möchte mehr beeinflussen, auf welche Art und mit welchen Inhalten es in den Medien dargestellt wird. Indem Bilder und Texte selbst produziert und veröffentlicht werden, kann die Sicht der Öffentlichkeit beeinflusst werden. Allerdings ist nicht alles, was online publiziert wird, Journalismus. Da jeder seine – nicht immer gut recherchierte – Meinung zu einer Aktion verbreiten kann, muss der Konsument selbst unterscheiden können. So verbreiten sich zum Beispiel Hasstiraden schnell und erreichen direkt die richtige Zielgruppe.

Auch in der Vergangenheit suchten Leser den Kontakt zu den Redaktionen. Telefonate und Leserbriefe wurden gesammelt und bestenfalls in der Redaktionskonferenz diskutiert. Heute kommt die Antwort sofort und online. Die Redaktion kann nicht mehr wählen, welche der Leserbriefe veröffentlicht werden, sondern erhält Tweets, Likes und Antworten so, dass auch andere Nutzer sie sehen und direkt interagieren können.

Testberichte und Reportagen sollen sachlich und objektiv über Gegebenheiten und Produkte berichten. Bereits hier tritt das Problem der Subjektivität auf. Jeder Journalist, und sei er noch so objektiv, schreibt seine Texte in seinem eigenen Stil. Dabei verzichtet er eventuell auf Dinge, die Leser für wichtig erachtet hätten. Online kann jeder seine Meinung kundtun und je nach Zielgruppe werden die Informationen erst gar nicht hinterfragt oder überprüft. So können Inhalte verbreitet werden, für die Unternehmen Geld bezahlt haben, um in einem besseren Licht dazustehen. Sind also nur noch die klassischen Medien an der sogenannten Vierten Gewalt interessiert oder ist sie doch noch gewollt?

Wie weit Journalismus geht, diskutieren unsere Gäste am Beispiel von YouTuber LeFloid. Sein Interview mit Bundeskanzlerin Angela Merkel bekam viel Aufmerksamkeit, auch medienübergreifend. Merkel war damit Gesprächsthema bei jungen Leuten und erhielt einen eigenen Hashtag. Der YouTube-Star selbst bezeichnet sich aber nicht als Journalist. Mit der Aktion wollte er seinen Abonnenten die Möglichkeit geben, Fragen an die Kanzlerin zu richten. Das System kommt an. Aber ist man Journalist, wenn man sich selbst nicht so nennt? Oder kommt es auf die Sicht der Rezipienten an?

Zum Abschluss gibt es wieder ein Ratespiel passend zum Thema. Unsere Gäste müssen entscheiden, ob eine Twitter-Perle von einem Prominenten oder einem Politiker stammt. Raten Sie mit ab Minute 45!

Die Generation „Always On“

Medien – die Vierte Gewalt: https://www.bpb.de/politik/grundfragen/deutsche-verhaeltnisse-eine-sozialkunde/138737/medien

#NetzfragtMerkel

 

Dauer: 47:46
Produktion: August 2015

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