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MD.IAA 2019 – Die Energiekette: Nachhaltigkeit in der Automobilindustrie

MOTORDIALOG-Moderatorin Anke Seeling hat auf der IAA einen Aufbau wiedererkannt, den sie bereits im Zuge unserer Reportage „Mobilität für morgen“ anmoderiert hat.

Kseniia Kuzmina, Spezialistin Business Development bei Schaeffler, erklärt, dass eine nachhaltige Mobilität nur dann funktionieren kann, wenn man die gesamte Energiekette betrachtet.

Die Energiekette von Schaeffler

Der deutsche Automobilzulieferer Schaeffler beschreibt mit dem Begriff der Energiekette vier Sektoren und ihr Zusammenwirken. Nur wenn alles in Forschung und Entwicklung zum Thema Nachhaltigkeit vorangetrieben und letztlich auch umgesetzt wird, können die Klimaziele der Bundesregierung eingehalten werden.

Der wohl wichtigste Sektor ist hierbei die Energieerzeugung. Jeder der nachfolgenden drei Sektoren benötigt Energie. Ein Wandel in diesem Sektor ist für die Nachhaltigkeit in Zukunft also unerlässlich.

Nach der Energieerzeugung kommt die Speicherung. Nach wie vor ist dies eines der Hauptprobleme in Sachen alternative Energiegewinnung und betrifft nicht nur die Automobilindustrie. Schaeffler setzt hier zurzeit auf Pumpspeicher, allerdings sind noch mehr Arten wie Batterien, Wasserstoff oder ganz andere Lösungen denkbar.

Der Sektor Energiekonsum umfasst die Fahrzeugflotten, denn auch hier sieht Schaeffler noch Optimierungsbedarf.

Der vierte Sektor ist Produktion und Recycling. Hier sind vor allem zwei Fragen relevant: Wie viel Energie wird benötigt? Welches Rohmaterial wird genutzt?

Das Szenario 30:40:30

Die optimale Energiekette ist ein Wunschszenario, wenn sie überhaupt jemals erreicht werden kann. Immerhin lassen sich durch Fortschritte in der Forschung und innovative Materialien auch in Zukunft umweltschonendere Prozesse und Produkte entwickeln.

Schaeffler sieht als mittelfristiges Ziel das 30:40:30-Szenario. Dies bezieht sich auf die Fahrzeugproduktion und meint, dass 30% Elektro-, 40% Hybridfahrzeuge und 30% konventionelle Antriebe gebaut werden sollten.

Realistisch ist dieses Szenario gerade im Hinblick auf die aktuelle Infrastruktur. Kuzmina sieht hier die deutsche, aber auch die globale Politik in der Verantwortung, um dies in Zukunft zu ändern.

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