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MD.IAA 2017 INTERVIEW – Der Stereo-Trick: Assistenzsystem von Subaru

Sicherheit im Straßenverkehr ist wichtig. Doch immer wieder kommt es vor, dass der Mensch versagt – und das aus den unterschiedlichsten Gründen: Müdigkeit, Unkonzentriertheit oder mangelnder Reaktionsgeschwindigkeit. Technische Hilfsmittel, die so genannten Fahrerassistenzsysteme, sollen vor Gefahrensituationen warnen oder sogar selbstständig eingreifen, um eine drohende Kollision zu verhindern.

Sicherheit im Straßenverkehr

MOTORDIALOG-Moderatorin Anke Seeling informiert sich bei Jörg Kracke, Leiter After Sales Subaru Deutschland, über das Kamerasystem EyeSight. Hierbei sind links und rechts des Innenspiegels digitale Kameras angebracht. Die Objektive dieser Stereokamera überwachen das Geschehen vor dem Fahrzeug. Anders als bei anderen Herstellern befindet sich die Sensorik nicht in der Crash-gefährdeten Zone, wie beispielsweise an der Stoßstange.

Entsteht eine gefährliche Situation, versucht das System zuerst, den Fahrer zu warnen. Reagiert dieser nicht, übernimmt das Fahrzeug die Aufgabe des Fahrers und bremst ab. Dies funktioniert bis zu einem Geschwindigkeitsunterschied von 50 km/h zum vorrausfahrenden Fahrzeug und bietet somit eine größere Unterstützung als ein Stauassistent. Eine solche Funktion kann die Fahraufgabe im stockenden Verkehr selbstständig übernehmen, allerdings nur bis zu einer gewissen Geschwindigkeit – meist bis 30 oder 40 km/h.

Fehlerfreie Systeme

Computer machen keine Fehler, das haben sie dem Menschen voraus. Doch auch Technik ist nicht fehlerfrei: Systeme können ausfallen. Wie weit kann sich der Fahrer auf ein solches System verlassen?

Jörg Kracke ist selbst schon Autos mit EyeSight gefahren. Er weiß, dass es etwas Überwindung kostet, dem Fahrzeug die Fahraufgabe zumindest in Teilen zu überlassen. Natürlich muss der Fahrer nach wie vor alle Systeme kontrollieren und im Notfall eingreifen. Für alles andere gibt es aktuell keine rechtliche Grundlage. Kracke weiß aber auch, dass in der Vergangenheit auf das Fahrerassistenzsystem von Subaru immer Verlass war. Damit jeder Fahrer die Vorzüge von EyeSight nutzen kann – und diese beziehen sich auch auf die Kosten bei der Versicherung – stattet Subaru den Impreza serienmäßig mit dieser neuen Technik aus.

Der Weg in eine autonome Zukunft

Das beschriebene System klingt schon sehr nach autonomem Fahren, doch bei Stufe fünf ist auch Subaru mit dem so genannten Adaptive Cruise Control noch nicht angekommen. Der Fahrer muss das Fahrzeug überwachen und eingreifen, wenn es Fehler macht. Der Fahrer trägt die Verantwortung, denn das zweite Paar Augen kann Dinge wie Verkehrszeichen und Ampeln noch nicht erkennen – zumindest bei uns in Deutschland. MOTORDIALOG-Moderatorin Sarah Elßer fuhr bereits Anfang des Jahres in einem Audi ausgerüstet mit der Technik von Delphi autonom durch Las Vegas. Jörg Kracke ist der Meinung, dass bereits ab 2023 autonome Fahrzeuge durch Deutschland rollen könnten. Wir warten ab und sind gespannt, was uns Subaru und die Politik bringen werden.

Jörg Kracke und Anke Seeling testen EyeSight auf der Straße!

Nun sind Sie gefragt: Wie lange wird es dauern, bis autonome Fahrzeuge auf deutschen Straßen zugelassen werden?

 

Dauer: 10:58

Produktion: September 2017

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