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MD.HYPERMOTION 2017 – Tarek Al-Wazir, Hessischer Verkehrsminister, eröffnet die ZEIT-Konferenz

Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, eröffnet die ZEIT-Konferenz. Sein Ministerium ist wesentlich beim Thema Mobilität in Hessen betroffen. Mobilität und Logistik sind nicht nur die Kernpunkte der Hypermotion 2017, sondern auch Bestandteil der zeitgleich stattfindenden ZEIT-Konferenz.

Die Stadt Frankfurt am Main ist bekannt dafür, dass hier die Deutsche Börse angesiedelt ist. Auch die Zentrale der Deutsche Bundesbank ist in der Mainmetropole. Und doch erklärt der Verkehrsminister, dass mehr Menschen im Sektor Mobilität und Logistik als im Finanzwesen arbeiten. Der Standort bietet sich also optimal an, um eine Logistik-Messe ins Leben zu rufen. Die Hypermotion mit all ihren angegliederten Veranstaltungskonzepten findet in diesem Jahr zum ersten Mal statt.

Die Mobilität in der Zukunft

Schwerpunkte sind zudem noch Digitalisierung und die Mobilität als Ganzes. Gerade in Bezug auf die Endlichkeit der fossilen Ressourcen sieht Al-Wazir Handlungsbedarf. Aber auch, weil die Verkehre stetig zunehmen und viele Pendler und Reisende schon jetzt unzählige Stunden im Stau stehen, wird sich etwas ändern müssen.

Die Lösung hierfür ist nach dem Verkehrsminister ein digital vernetztes Verkehrssystem, dass „jeden und jede schnell und klimaschonend ans Ziel bringt. Das muss das Ziel sein“, erklärt Al-Wazir. Ein solches System ist notwendig, da sich in Hessen viele Verkehrsströme konzentrieren.

Um hier Kompetenzen weiter ausbauen zu können, muss sich etwas an der Gesamtsituation ändern. Unternehmen, Entwickler und die Politik haben nun die Aufgabe, Alternativen zum motorisierten Individualverkehr zu entwickeln. Dadurch entstehende Neuerungen an der Infrastruktur sind für die Zukunft notwendig. Während einige Baulichkeiten modernisiert werden müssen, sollten andere komplett neu geschaffen oder gänzlich abgerissen werden.

Beim Gedanken an Mobilität kommt Tarek Al-Wazir unweigerlich auf den Ausbau von Breitband und Mobilfunk zu sprechen. Zukünftig wird es beim Reisen immer wichtiger werden, auf gutes und möglichst schnelles Internet zugreifen zu können. Dabei geht es nicht nur um Entertainment. Primär soll der Reisende online ein passendes Transportmittel finden, buchen und bezahlen können.

Neben dem Individualverkehr ist auch die Transport-Logistik zu berücksichtigen. Diese soll in Zukunft Mensch und Umwelt weniger belasten als sie es bisher tut. Das bedeutet zum einen, dass die Flotten der Spediteure weniger emittieren. Ein anderes Ziel ist es, Verkehrswege weitestgehend zu entlasten.

Die Messe der Zukunft

Um die Mobilität der Zukunft zu präsentieren, nutzen Automobilhersteller und -zulieferer unterschiedliche Messen. Hierbei spielen nicht nur klassische Fahrzeugmessen wie der Genfer Salon und die Essen Motor Show eine Rolle. Die Unternehmen konzentrieren sich zunehmend auf innovative Fachausstellungen mit anderen Zielgruppen wie die CES (International Consumer Electronics Show) in Las Vegas. Die automobile Leitmesse in Deutschland ist die IAA (Internationale Automobilausstellung). Der Unterschied zur Hypermotion liegt darin, dass es auf der neuen Messe um die Vernetzung der einzelnen Player und weniger um die Präsentation von neuen Fahrzeugmodellen und Dienstleistungen geht. Für eine solche Plattform nutzt die Messe Frankfurt, die Initiator der Hypermotion ist, ein neuartiges Konzept aus unterschiedlichen Veranstaltungen wie dem Hackathon, Pitches und Talks. Die zeitgleich stattfindenden Konferenzen werden nicht nur von der ZEIT, sondern auch vom HUSS-Verlag und einigen anderen Organisatoren durchgeführt.

Warentransport vs. Umwelt

Tarek Al-Wazir hat die Wirtschaft im Blick – das ist die Aufgabe seines Ministeriums. Um ebendiese in Gang zu halten, ist der Warentransport wichtig. Import, Export, vom Zentrallager an die Standorte – Transportwege müssen überall zurückgelegt werden. Der Energieminister weiß, wie einige davon eingespart werden können: regionale Produkte. Nicht nur Obst und Gemüse kommen oft aus südlichen Ländern, auch Wasser ist teilweise ein Import-Produkt oder wird zumindest quer durch Deutschland transportiert. Das muss nicht sein.

Allen Umweltgedanken zum Trotz müssen Waren vom Produktionsstandort ins Geschäft oder direkt zum Kunden gebracht werden. Bei langen Strecken bietet sich hier der Schienenverkehr an – er funktioniert zumindest teilweise mit Strom. In Zukunft sollen auch Lkw elektrisch fahren. Neben der Variante, die Trucks mit Batterien auszustatten, gibt es den Ansatzpunkt, Oberleitungen über Straßen anzubringen. Die Lkw können so elektrisch fahren, ohne ein Reichweitenproblem wegen zu kleiner Akkus zu bekommen.

Mehr von der ZEIT-Konferenz gibt es hier!

 

Dauer: 15:51

Produktion: November 2017

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