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MD.HYPERMOTION 2017 – Sicherheit in der digitalen Zukunft

Der TÜV (Technischer Überwachungsverein) steht für Sicherheit – gerade bei Autos, aber auch bei anderen Dingen wie Outdoor-Lichterketten für die Grillparty im Sommer oder das Feuerwerk an Silvester sorgt der TÜV dafür, dass alle nötigen Sicherheitsstandards eingehalten werden. Einige technischen Dinge können jedoch keinem physischen Test unterzogen werden. Über Sicherheitsdienstleistungen in der digitalen Welt spricht MOTORDIALOG-Moderatorin Anke Seeling mit Andreas Walbrodt, TÜV Rheinland i-sec GmbH, in unserem Live-Studio auf der Hypermotion 2017.

Digitalisierung – das Aus für Deutschlands Exportstärke?

Digitalisierung ist zurzeit eines der Buzzwords, doch Deutschland soll im Vergleich zu anderen Nationen weit abgeschlagen sein. Andreas Walbrodt weiß jedoch, dass gerade Amerikaner impulsorientiert arbeiten. Ohne große Vorbereitung setzen sie mit vollem Eifer auf ein Thema und sind damit Vorreiter.

In Deutschland ist das etwas anders. Experten durchdringen das Thema erst vollständig und planen mit diesem Wissen eine Umsetzung. Erst dann wird ein Projekt realisiert. Walbrodt ist also der Meinung, dass Deutschland langfristig gesehen den Vorsprung zu den USA aufholen können wird.

Datensicherheit und persönliche Identitäten

Um Vertrauen in Produkte, Dienstleistungen aber auch ganze Marken aufbauen zu können, fordern Kunden immer mehr Transparenz in den Produktions- und Transportketten. Wichtig ist, dass der Verbraucher den Daten, die er bekommt, vertrauen kann. Hierbei spielt die Quelle eine entscheidende Rolle.

Neben dem Datenschutz ist das Thema Datensicherheit ein hochkomplexer, dafür aber sehr wichtiger Bereich. „Wer darf was wann?“ Die Identitäten von einzelnen Personen müssen zwar geschützt sein, sich auf der anderen Seite aber auch klar zuordnen lassen. Nur so ist es möglich, Informationen all denen zugänglich zu machen, die sie benötigen, aber vor unbefugten Zugriffen zu schützen. Das System sollte zudem erkennen, ob der betroffene User auch das tut, was er tun sollte. Anderenfalls ist es möglich, dass sich eine nichtautorisierte Person in das System eingeschleust hat, um Informationen abzugreifen. So etwas muss der Computer erkennen, damit das Unternehmen im Zweifelsfall dagegen vorgehen kann.

Das Internet der Dinge (engl. Internet of Things = IoT) birgt viele Risiken. Umso mehr vernetzt sind, desto mehr Schaden können Hacker anrichten, indem sie sich in diese Kommunikation einschleusen oder sie schlimmstenfalls manipulieren.

Basierend auf der neuen europäischen Datenschutz-Grundverordnung entwickeln Unternehmen inzwischen Plattformen, auf denen sich nur Geräte einwählen dürfen, die dieser Verordnung entsprechen. Nutzer agieren dadurch in einen abgesicherten Raum, indem nur die notwendigen Daten abgegriffen werden, damit das System noch funktioniert. Der TÜV Rheinland ist dabei ein externer Partner, der die korrekte Umsetzung überwacht.

Start-ups bestimmen die Zukunft

Etablierte Player und bekannte Marken müssen sich in der digitalen Welt konstant weiterentwickeln, um mithalten zu können. Doch sie wissen, dass ihr Ideenreichtum endlich ist. Daher setzen viele alteingesessene Unternehmen verstärkt auf Start-ups, um deren innovative Produkte zu beobachten und groß zu machen. Den Start-ups fehlen oft entsprechende Kontakte, aber auch die technische Infrastruktur oder einfach das nötige Kapital.

Das Gespräch mit Dr. Benz über Datensicherheit gibt es hier!

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