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MD. HYPERMOTION 2017 – Mobilität intelligent managen

Was ist die vernetzte Mobilität und wollen wir das überhaupt? MOTORDIALOG-Moderator Andreas Keßler spricht bei uns im Live-Studio auf der Hypermotion 2017 mit Lars Höhmann, Innovationsmanager bei EnBW, über die Vernetzung der Mobilität: Welche Vorteile gibt es? Und welche Bereiche sind überhaupt davon betroffen?

Vernetzte Mobilität im Energiesektor

EnBW ist der zweitgrößte Stromversorger in Deutschland. Warum beschäftigt sich der Energiekonzern mit vernetzter Mobilität und den Konsequenzen?

Zunächst ist dabei die Entwicklung des Elektroautos wichtig. Dieses benötigt Lademöglichkeiten und genau da setzt EnBW an. Mit dem Ausbau der Schnellladestationen innerhalb Deutschlands zeigt der Energieversorger, dass er nicht nur die nötige Infrastruktur schaffen kann, sondern dem Verbraucher auch die direkte Vernetzung ermöglicht. Höhmann sieht in der Expertise, die das Unternehmen durch jahrelanges Managen von kritischer Infrastruktur gesammelt hat, einen Vorteil für EnBW gegenüber anderen Anbietern. Dies sei aber nur der erste Schritt in der Mobilitätswelt, den der Konzern gemacht hat.

Nun sollen weitere Themenfelder erschlossen werden – beispielsweise Parkraum. Dieser Bereich der Mobilität ist deshalb interessant, weil er innerhalb der Städte mittlerweile einen signifikanten Anteil am gesamten Verkehr hat. Das Suchen von Parkraum trägt also wesentlich zum CO2-Ausstoß bei. Höhmann ist bei EnBW dafür zuständig, eine Lösung für das Problem zu finden. Seine Abteilung experimentiert mit neuen sowie innovativen Geschäftsmodellen und erprobt diese unter realen Bedingungen. Geschäftsmodelle in diesem Bereich sind für alle Dienstleister ein schwieriges Thema, denn der Parkraum innerhalb der Städte gehört der jeweiligen Kommune. Diese ist also auch für die Finanzierung verantwortlich. Gegebenenfalls müssten die Kosten über eine Erhöhung der Parkkosten auf die Nutzer umgelegt werden. Auch deshalb ist Lars Höhmann in diesem Bereich sehr vorsichtig und lässt sich vom Autopapst nicht auf ein von ihm selbst präferiertes Geschäftsmodell festlegen. Der Innovationsmanager verweist stattdessen auf Pilotprojekte, die sich genau mit dieser Fragestellung auseinandersetzen und derzeit in Baden-Württemberg anlaufen.

Parkmöglichkeiten an der Autobahn

Eine weitere Herausforderung ist der Parkraum für LKW auf den Autobahnrasthöfen und -parkplätzen. Zurzeit ist klar ersichtlich, dass es eine Unterkapazität gibt. Der vorhandene Platz soll also effektiver genutzt werden. In diesem Bereich wird Höhmann konkreter. Er vertritt die Meinung, dass es unwahrscheinlich ist, dass in naher Zukunft ausländische LKW mit einem System zur Parkraum-Erkennung für deutsche Autobahnen ausgestattet werden. Für ihn scheint die beste Lösung zunächst eine App zu sein, die entweder direkt in das Navigationssystem des LKWs integriert oder durch das Smartphone abrufbar ist. Seine Abteilung bei EnBW führt hierzu Gespräche mit verschiedenen Unternehmen im Bereich der Sensortechnik, aber auch mit möglichen Kunden und Nutzfahrzeugherstellern. Dadurch erhofft sich EnBW sich als Systembetreiber im Parkraumsuchverkehr zu etablieren.

 

Allerdings ist die effizientere Nutzung von Parkraum nur ein Teil der Lösung. Wenn Sie wissen wollen, welche Vorstellungen Orgeldinger, TLGG, von den Städten und der Gesellschaft der Zukunft hat, schauen Sie sich doch unser Interview mit ihm an. Den Beitrag finden Sie hier.

 

Dauer: 08:58

Produktion: November 2017

 

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