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MD.HYPERMOTION 2017 – Optimierung von Logistik-Prozessen: Conbee macht Objekte smart

In nahezu allen Unternehmen ist der Supply-Chain, also der Fluss von Bauteilen, Endprodukten, aber auch Informationen, die Grundlage für Umsatz und Erfolg. Das Start-up conbee hat ein Produkt auf den Markt gebracht, das dieses Management optimiert. Matthias Welzbacher, Business Development conbee, erklärt unserem MOTORDIALOG-Start-up-Experten Oliver Bartels, wie Prozesse mit innovativen Intelligenzen abgebildet werden können.

Das Produkt

Ein Sensor, der bereits mit dem LogiMAT-Preis als bestes Produkt 2017, ausgezeichnet wurde, optimiert unterschiedliche Abläufe in Logistik-Unternehmen – beispielsweise werden Suchzeiten minimiert und Prozesse sicherer gemacht. Dafür ist vergleichsweise wenig Infrastruktur nötig.

Objekte auf Werksgeländen, wie beispielsweise Transporter, befindet sich in einer Ablaufkette. Die unterschiedlichen Fahrzeuge sehen gleich aus und lassen sich daher nur schwer unterscheiden. Ein ganz bestimmtes Objekt so wiederzufinden, kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Um die Suche zu beschleunigen, erhalten alle Fahrzeuge auf dem Werksgelände einen conbee-Sensor.

Und so funktioniert es: In den Werkshallen wird die Kommunikation über Bluetooth aufgebaut. Aufgrund der geringen Reichweite trennt sich diese Verbindung, sobald das Fahrzeug auf das Außengelände gefahren wird. Wenn es nun mehr als eine Minute steht, sucht der Sensor mittels GPS nach seinem Standort. Auf dem Werksgelände gibt es eine Empfangsstation für LoRa – dieses Signal hat eine große Reichweite. Der Sensor übermittelt an diese Kommunikationseinheit seine Geodaten, die er über GPS erhalten hat. Danach schaltet sich das Gerät in einen Ruhemodus, wodurch die Batterien länger halten.

Der innovative Sensor kann aber noch mehr – er schützt beispielsweise vor Diebstahl, indem er Bewegungsmuster abbildet. Wenn die Logik im System erkennt, dass eine Erschütterung beispielsweise außerhalb der Geschäftszeiten entsteht, schlägt sie Alarm. Immerhin sollte das Fahrzeug in dieser Zeitspanne nicht bewegt werden, da keine Mitarbeiter vor Ort sind.

Smarte Schubladen

Andere Sensoren von conbee besitzen Funktionen und werden dementsprechend in anderen Bereichen verwendet. Das „kleinere“ Gerät, welches ausschließlich über Bluetooth kommunizieren kann, wird meist im Warenlager für Aufbewahrungsbehältnisse genutzt. Die so genannten aktiven Sensoren zeigen beispielsweise bei Warenanlieferung direkt, wo der jeweilige Gegenstand eingeräumt werden muss. Die Batterie muss maximal alle fünf Jahre, spätestens aber nach einer Dekade ausgetauscht werden.

Das im Interview erwähnte Gespräch mit Prof. Dr. Benz gibt es hier!