MD.REPORTAGE DIESEL – BASF AdBlue: Wie funktioniert das?

Nach E10 gibt es nun wieder eine Neuheit an den Tankstellen. Autopapst Andreas Keßler informiert sich heute über AdBlue.

Daniel Klause, Business Manager AdBlue BASF, erklärt, dass es sich hierbei um einen Stoff zur Abgasnachbehandlung handelt. Der Harnstoff wird in einen separaten Tank eingefüllt, um später im Abgasstrang wirken zu können. Durch die hohen Temperaturen wird Ammoniak freigesetzt, das dann mit dem Stickoxid am SCR-Katalysator (selektiver katalytischer Reduktionskatalysator) reagiert. Die Endprodukte dieser Reaktion sind Stickstoff und Wasserdampf, die durch den Auspuff an die Umwelt abgegeben werden. Die Stickoxide werden damit um bis zu 90% reduziert.

Notwendig geworden ist die Einführung dieser Abgasnachbehandlung wegen der Euro 6-Norm. Sie reglementiert Inhaltsstoffe der Abgase. Damit die vorgegebenen Grenzwerte der NOx bei Dieselfahrzeugen eingehalten werden können, wird das AdBlue-Verfahren angewandt.

AdBlue ist eine vom VDA weltweit angemeldete Marke. In anderen Regionen der Erde wird zwar das System genutzt, allerdings wird es in anderen Ländern unter anderem Namen vertrieben. In Amerika zum Beispiel  wird der Stoff als DEF (Diesel Emission Fluid) verkauft.

Der Harnstoff wird flüssig getankt. Das bedeutet für die Entwickler: Sie mussten den Gefrierpunkt von Minus Elf Grad berücksichtigen. Jedes AdBlue-Fahrzeug ist daher mit einer speziellen Heizvorrichtung ausgestattet.

Klause bezeichnet die SCR-Technologie, die nur in Verbindung mit dem Harnstoff funktioniert, als zukunftsweisend.

Dauer: 07:03

Produktion: 2016

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