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MD.REPORTAGE Ersatzteile – Designschutz: Fluch oder Segen?

Hartmut Röhl, Präsident Gesamtverband Autoteile-Handel, fordert eine Reparaturklausel, um den internationalen Wettbewerb zu fördern. Auf der Automechanika erklärt er, wie es aktuell auf dem Ersatzteilmarkt aussieht und was sich in Zukunft verbessern muss.
In Deutschland sind die meisten Teile, die am Fahrzeug sichtbar sind, designgeschützt. Selbst Windschutzscheiben zählen zu dem äußeren Erscheinungsbild und dürfen nicht nach Belieben von anderen Herstellern als Ersatzteile angeboten werden. Aber was passiert, wenn der Verbraucher ein solches Teil kauft?
Da die OEMs ihre Ersatzteile jedoch nicht selbst herstellen, gibt es diese Teile bei dem „Originalhersteller“ oft günstiger. Genau aus diesem Grund wollen große Marken den Ersatzteilmarkt zu ihren Gunsten abschotten und so höhere Gewinne erzielen. Dies funktioniert jedoch nur auf nationaler Ebene. Selbst in den EU-Nachbarländern gelten andere Regelungen.

Dies führt zu einem weitaus größeren Problem: Der Konkurrenzkampf ist in allen Ländern vorhanden. Deutsche Bürger haben es aber weitaus schwerer, an günstige Ersatzteile zu kommen, als beispielsweise die Niederländer. Selbst auf einer internationalen Messe in Deutschland können sie sich die ausländischen Stücke nicht ansehen, da der Zoll diese am Stand konfiszieren würde.
Interessant wird es bei einem italienischen GVA-Mitglied, das Auto-Ersatzteile vertreibt. Hier gibt es keine Ausstellungsstücke – aus rechtlichen Gründen. Ansehen kann man sich die Produkte nur auf Fotos.

Dauer: 09:21

Produktion: 2016